Herzlich willkommen

auf der Website der moraki kulturprodukte

und Andreas Fischer !

 

 

 
Jan 20 2017
HINWEIS BEZÜGLICH DVD-VERKAUF:
Wenn Sie Interesse haben, von einem meiner Filme eine DVD zu erwerben,
senden Sie bitte eine Mail an:
buero(at)moraki.de
Danke!


TERMINE 2018

BERLIN
Bis auf Weiteres ist die Fotoausstellung
TANTE HILDE
im Foyer des BUNDESPLATZ KINO zu sehen!
http://www.bundesplatz-kino.de


BERLIN
Dienstag, 30.1.2018
20.30 Uhr
SÖHNE OHNE VÄTER
Kino am Bundesplatz
Bundesplatz 14
10715 Berlin
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der C.G.JUNG-GESELLSCHAFT BERLIN
Filmvorführung mit anschließendem Gespräch
Regisseur Andreas Fischer ist anwesend


HAMBURG
SÖHNE OHNE VÄTER
9.2.2018
17.00 - 21.00
Workshop zur Begleitung der Filmvorführung
am 1.3.2018
zum Thema "Vaterlosigkeit als Erbe des Krieges"
von Maike Schult
Anmeldung bis zum 5.2.2018
Weitere Infos:
www.lebenimalter-hamburg.de


Dresden
TÖCHTER OHNE VÄTER
21.2.2018
19.oo Uhr
In der Grünen Ecke
Bischofsplatz 6
01097 Dresden
Filmvorführung mit anschließender Gesprächsrunde
Eine Veranstaltung der Kriegsenkelgruppe DIE NACHFAHREN
Weitere Infos:
https://dienachfahren.wordpress.com/


HAMBURG
SÖHNE OHNE VÄTER
Donnerstag, 1.3.2018
19.30 Uhr
Kirchengemeinde Nienstedten
Elbchaussee 408
22609 Hamburg
kostenfrei
Infos: 040 589 50 257


LESUNG
im Rahmen der Finissage zur
Fotoausstellung SHOW YOUR DARLING - DAS BETT
"DAS BETT"
Kurzgeschichte von Andreas Fischer
Samstag, 14.04.2018
GALERIE SABINE WILD
Eschenstr.4
12161 Berlin - Friedenau
1980 schreibt der frischgebackene Abiturient eine Kurzgeschichte, in der
er vom Rückzug eines Mannes von den Menschen und der Welt erzählt.
Nun, fast 40 Jahre später, lebt Andreas Fischer als Filmemacher
und Fotograf in Berlin-Friedenau. Für das Zusatzprogramm zur
Fotoausstellung DAS BETT ist er in sein Archiv hinabgestiegen
und hat das Manuskript hervorgeholt.
Es liest:
Tammin Julian Lee, Dirigent und Pianist
Andreas Fischer wird anwesend sein
Weitere Infos:
http://showyourdarling.de/home/



LINDAU 22. - 27.4.2018
Seminar von Prof. Hartmut Radebold
im Rahmen der LINDAUER PSYCHOTRHERAPIETAGE
unter Einbeziehung der Filme
SÖHNE OHNE VÄTER & TÖCHTER OHNE VÄTER

Die vaterlosen Söhne und Töchter des II. Weltkrieges –

Lebenslange Prägung?

Die gefallenen 5,3 Mill. Soldaten hinterließen in Deutschland 1,7 Mill. Kriegswitwen, sowie 2,5 Mill. Halb- und 200 000 Vollwaisen. Bis heute gelten davon als vermisst ca. 1 Mill., d.h. Todesumstände und Grabstätte sind unbekannt.

So wuchsen insgesamt ¼ aller damaligen Kinder auf Dauer vaterlos auf. Diese toten Väter behielten – mehr oder weniger bewusst - für ihre Kinder lebenslang Bedeutung: sie wurden zunächst von den Müttern zu Erziehungszwecken

gebraucht, von ihren Kindern idealisiert oder als „Täter“ verdammt. Es fehlte für die Identitätsbildung und die weitere (lebenslange) Entwicklung das „Modell Mann“. Das Seminar bietet die Möglichkeit, die damalige familiäre Situation, die lebenslangen individuellen Folgen und die transgenerationale Weitergabe zu verstehen. In Ausschnitten von zwei Filmen des Dokumentarfilmers Andreas Fischer berichten ältere Betroffene von den Folgen.

Literatur:

Radebold, H. (2010) Abwesende Väter und Kriegskindheit, Klett-Cotta

Radebold, H. (2015) Spurensuche eines Kriegskindes, Klett-Cotta

Stambolis, B. (2012) Töchter ohne Väter, Klett-Cotta






 











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TÖCHTER OHNE VÄTER

Dokumentarfilm von Andreas Fischer

HD, 90 Min., D, 2016

2007 erschien der Dokumentarfilm „Söhne ohne Väter“. In diesem Film porträtierte der Filmemacher Andreas Fischer 8 Männer, deren Väter im Zweiten Weltkrieg gefallen waren.

 

In seinem neuen Film geht der Autor der Frage nach, wie sich Verlust und Vaterlosigkeit auf die Biographien der Töchter auswirkten.

Die Väter starben an der Ostfront, in Kriegsgefangenschaft oder gelten seit Kriegstagen als vermisst. Die Leben der Töchter, die kurz vor oder während des Krieges geboren wurden, sind deutlich vom Verlust des Vaters geprägt.

Das Verhältnis zum toten Vater ist höchst zwiespältig. Die Töchter fragen sich, was der Vater im Krieg getan hat. War er möglicherweise in Verbrechen verstrickt?

Andererseits sprechen viele Töchter bis heute von einer unstillbaren Sehnsucht nach diesem Mann, den sie nie gekannt haben.

Die Figur des Vaters treibt sie um.

Neun kriegsbedingt vaterlos aufgewachsene Töchter sprechen in diesem Film über ihre Gedanken, Gefühle und Erfahrungen. Aus 60 Stunden Interviewmaterial gestaltete Andreas Fischer einen Film, der einen Eindruck von diesem Aspekt der gemeinschaftlichen Erfahrung der Kriegskindergeneration vermittelt.

 

Interviewpartnerinnen:

Bettina Hausmann, Karin Hug, Dorothee Marquardt, Sibylle Miesner, Heide Moldenhauer, Hiltrud Prause, Waltraut Rose Reiber, Marie-Theres Schmidt, Ingeborg Szepanski

 

Buch, Regie, Schnitt: Andreas Fischer
Kamera: Panagiotis Costoglou
Ton: Thomas Bianga, Marcel Lepel
Farbkorrektur & Tonmischung: Henning Gross
Rechtsberatung: Christian Füllgraf
Wissenschaftliche Beratung: Prof. Barbara Stambolis, Prof. Hartmut Radebold

Frau Prof. Barbara Stambolis erstellte eine umfangreiche Forschungsarbeit zum Thema, welche diesen Film maßgeblich inspirierte. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit erschienen 2012 als Buch unter dem Titel "Töchter ohne Väter" im Verlag Klett-Cotta.

 

Die Dreharbeiten wurden freundlich gefördert von der GERDA HENKEL STIFTUNG.

 


   
Mai 03 2015

Hörstück


GETRAGEN VON EUREN GEBETEN

Nachbeben eines Soldatentodes

Hörstück, 54 Min.

Der 20jährige Soldat Günther Kundrus aus Gelsenkirchen fällt am 31.12.1941 in der Ukraine. Kundrus korrespondierte intensiv mit seinen Eltern und der älteren Schwester, hinterließ so etwa 100 Briefe. Der Autor Andreas Fischer, geb. 1961, Neffe des Gefallenen, rekonstruiert anhand der schriftlichen Hinterlassenschaft seines Onkels ein Familiendrama aus der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und des Weltkrieges.

Doch darüber hinaus fragt der Autor welche Auswirkungen die Kriegs- und Verlusttraumatisierungen in seinem Familiensystem hatten. Wie veränderten sich seine Großeltern und seine Mutter durch den gewaltsamen Tod des Sohnes bzw. Bruders?

Welche Auswirkungen hatte der Tod Günthers auf Fischers eigene Biografie? Wie war es für ihn als Kind in einem verlusttraumatisierten Umfeld aufzuwachsen?

Auf welche Weise pflanzen sich Verstörungen in Familiensystemen fort von Generation zu Generation?

Ein Hörstück zum Thema „Kriegsenkel“.

Autorenproduktion für den SWR / 54 Minuten

Redaktion: Walter Filz

Sprecher: Ruth Blauert, Andreas Fischer

Technik: Marco Spychala

Sendedatum: 3. Mai 2015, 14.05 Uhr auf SWR2     HInweis: Link zum Nachhören kann bei moraki kulturprodukte per Mail angefordert werden!
   
Okt 22 2013

 

ARCHIV

TANTE HILDE


Ein Doppelprojekt:

Dokumentarfilm, Digi-Beta, 55 Min., D 2013
Fotoausstellung, 25 Exponate, gerahmt 45x60 cm

Wohnung Herzlieb Tante Hilde



Andreas Fischer wird 1961 als Sohn eines Fotografenehepaares geboren. Die Eltern führen im rheinischen Troisdorf (bei Bonn) ein Fotogeschäft. Daher verbringt Andreas weite Teile der Kindheit bei seiner Tante Hilde, die eine Straßenecke vom Elternhaus entfernt wohnt. Die beiden sind in tiefer Zuneigung verbunden.

Im Juni 2010 stirbt Tante Hilde im Alter von 90 Jahren. Bis zuletzt lebte sie selbständig in ihrem Reihenhäuschen, welches sie 1964 mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann bezogen hatte.

Da die Tante selbst kinderlos blieb, fällt dem Neffen die Aufgabe zu, den Nachlass zu ordnen, den Haushalt aufzulösen, das Häuschen leer zu räumen.

Andreas Fischer, inzwischen Fotograf und Filmemacher, dokumentiert diesen Prozess in Fotografien und einem Dokumentarfilm.

Bevor der Haushalt aufgelöst wird, fotografiert er den verschwindenden Lebensraum der Tante im Detail. In streng komponierten Aufnahmen dokumentiert er die Ästhetik einer ganzen Generation, die sich verabschiedet. Und vereinzelt werfen die Fotografien in Nahaufnahmen ein Streiflicht auf die Geschichte des letzten Jahrhunderts. Wenn Fischer einen alten Küchenstuhl fotografiert, dessen brüchig gewordener Kunststoffsitzbezug mit einem Pflaster geflickt wurde, erzählt dies auch von der Mentalität einer Generation, die Krieg und Hunger erleben musste, einer Generation, die bis heute nichts verkommen lässt.

Das Entstehen dieser Fotoarbeiten hat Fischer filmisch dokumentiert, ebenso die anschließende Haushaltsauflösung im Sommer 2010, die sich parallel zur Fußballweltmeisterschaft abspielt. Tagsüber räumt Fischer das verlassene Haus aus. So entsorgt er Hunderte von Tante Hilde sorgsam ausgespülte und im Keller ordentlich gelagerte Pflaumenmusbecher. Am Abend filmt er dann den Jubel der Zuschauer beim Public Viewing nach einem Tor der deutschen Mannschaft.

Archivaufnahmen zeigen die Tante in ihrem Häuschen vor Jahren, sie zeigen eine selbstbewusste, lebensfrohe, alte Dame voller Heiterkeit und Herzenswärme, deren Strahlkraft die Zuschauer in ihren Bann zieht.

 

Mit diesem Doppelprojekt ist eine fotografische und filmische Meditation entstanden über Vergänglichkeit, Gleichzeitigkeit und überdauernde Zuneigung.

Film und Fotoausstellung wurden 2013 in Berlin in der URANIA sowie 2014 im MUSEUM FÜR STADT- UND INDUSTRIEGESCHICHTE in Troisdorf präsentiert.