Contergan: Die Eltern

Dokumentarfilm von Andreas Fischer

Contergan: Die Eltern

Dokumentarfilm über Eltern der so genannten „Contergankinder“
Digi Beta, Farbe, 100 Minuten, D 2003


Von 1959 bis 1962 kamen in Deutschland etwa 5000 behinderte Kinder zur Welt, oft mit verkürzten und veränderten Gliedmaßen, aber auch sehr häufig mit Schäden an inneren Organen. Etwa die Hälfte der Kinder überlebte nicht.
Im November 1961 stellte sich heraus, dass das Schlaf- und Beruhigungsmittel Contergan für die Behinderungen der Kinder verantwortlich war. Der Wirkstoff Thalidomid hatte den Wachstumsprozess der Kinder im Mutterleib im frühen Stadium der Schwangerschaft gestört. Contergan war vom Hersteller als völlig ungefährlich beworben worden, so nahmen auch viele Schwangere das Mittel in Spannungssituationen ein.
In diesem Dokumentarfilm berichten Eltern der zu trauriger Berühmtheit gelangten, so genannten „Contergankinder“, wie sie diese Tragödie erlebten.

In sehr lebendigen und eindringlichen Schilderungen berichten Mütter und Väter über die Zeit der Schwangerschaft, über die Momente unmittelbar nach der Geburt. Sie erzählen, wie das Leben mit einem behinderten Kind in den 60er Jahren aussah, wie Nachbarn und Leute auf der Straße auf sie reagierten. Sie erinnern sich an den schwierigen Augenblick, als sie ihren Kindern erklären mussten, dass ihre Behinderung durch die Einnahme eines Medikaments verursacht wurde. Sie beschreiben, wie es selbst in ihrem Inneren aussieht: ihr Leben in der Schuld, ihre Gefühle gegenüber den Kindern. Und sie sagen, was sie sich für ihre Kinder wünschen.


Contergan: Die Eltern

Produktion:
Contergan: Die Eltern wurde im Auftrag des Bundesverband Contergangeschädigter e.V. produziert und gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Premiere:
April 2003 im Rahmen des DOKUMENTARFILMFEST MÜNCHEN im Kino GASTEIG