Der Hamburger Feuersturm 1943

Presse

 

Weil er nicht nur an die „Operation Gomorrha“ erinnern lässt, sondern auch dokumentiert, was das Bombardement in und mit der nächsten Generation angerichtet hat, ist der NDR-Zweiteiler von Andreas Fischer so sehenswert. „Brandwunden“ und „Brandnarben“ hat der Dokumentarfilmer die beiden Abschnitte genannt. Hin und wieder unterbricht Fischer den Redefluss, um historisches Filmmaterial zu zeigen, das der Hamburger Feuerwehrmann Hans Brunswig während des „Feuersturms“ mit einer Amateurkamera gedreht hat. Ansonsten ist Fischer dezent, leise und diskret. Neugierig ist er nicht. Er lässt die Erinnerungen kommen. Es gibt keine Musik, es gibt nur ihn hinter der Kamera und die Person davor. Das genügt, damit lässt sich wie in einem Beichtgespräch alles erzählen. Aber vieles nicht erklären, auch heute, rund 66 Jahre später, nicht.

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